Wie hat alles angefangen?
Ganz leise. Schon als Teenager habe ich Freunde und Familie fotografiert, meistens mit dem Handy. Meine erste Spiegelreflex habe ich mir 2016 von meinem allerersten Ausbildungsgehalt gekauft. Irgendwann hat das nicht mehr gereicht — 2024 kam die erste Sony, im Sommer 2025 dann der Sprung: offiziell arbeiten.
Was fotografierst du am liebsten?
Die Momente zwischen den Momenten. Wenn niemand mehr an die Kamera denkt. Ein Blick zwischen zwei Sätzen. Ein Kind, das auf einmal loslacht. Ein Kopf an einer Schulter, ganz kurz nur.
Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Ruhig. Natürlich. Warm. Wenn ich in mehr als drei Wörtern darf: nah dran, aber unauffällig. Ich will, dass ihr die Bilder später anschaut und mich dabei kaum spürt.
Warum "nur" nebenberuflich?
Weil ich lieber weniger Shootings mache und dabei ganz da sein kann, als jeden Termin zu füllen. Das kann sich später ändern. Aktuell fühlt es sich richtig an.
Was fasziniert dich an Familienfotografie?
Dass ich Familien über Jahre begleiten darf. Ich hatte Kundinnen, die kamen zuerst mit dem Babybauch, dann mit dem Newborn, dann mit einem Kleinkind, das schon laufen kann. So entstehen Bildreihen, die zusammengehören. Das ist etwas anderes als ein einzelnes Shooting.
Was hast du in der Tasche?
Zwei Sony-Bodys und eine Mischung aus Zoom- und Festbrennweiten-Objektiven. Ich muss nicht immer ganz nah bei euch sein, um den perfekten Moment festzuhalten — das gelingt auch von weiter weg, ohne dass ich mich dazwischen dränge. Ein Blitz gehört auch dazu.
Wenn du nicht fotografierst — was dann?
Alles, was mit den Händen zu tun hat. Ich habe schon Kerzen gegossen, Keramik bemalt, genäht. Immer irgendwas Kreatives. Ein Hund läuft nebenher. Und Kaffee — viel.
Ein Ort, an dem du unbedingt einmal fotografieren willst?
Irgendwo im Norden. Grober Sand, gedämpftes Licht, Nordsee-Wolken. Bin gerade dabei, die richtigen Menschen dafür zu finden.
Was möchtest du, dass Kunden von einem Shooting mitnehmen?
Bilder, in denen sie sich wiedererkennen. Nicht ihr Sonntagsselbst — ihr richtiges Selbst. Und das Gefühl, dass wir uns beim Shooten wirklich getroffen haben. Nicht bloß einen Termin abgearbeitet.